Diese Liga ist Kult!

Ende April startet die regionale Golfliga für Jungsenioren bereits in ihre 22. Saison. Und der Spielbetrieb in dieser Klasse ist unter Golfern längst zum Kult geworden. Daran hat auch Peter Graf Anteil. Als er die Organisation zusammen mit Christian von Taeuffenbach vor zwölf Jahren übernommen hat, waren 15 Teams am Start. Mittlerweile sind es 48. Das heißt, pro Spieltag sind 288 Golfer aktiv. Etwas weniger als zehn Prozent davon sind mittlerweile auch Frauen. Heuer gibt es einige Neuerungen!

 

In der neuen Saison expandiert die Golfliga noch einmal: Mit dem GC Ehrwald-Lermoos ist erstmals eine Mannschaft aus Österreich dabei, mit dem Golfclub Oberschwaben aus Bad Waldsee in der bayerisch dominierten Liga auch ein weiterer Klub aus dem angrenzenden Baden-Württemberg. Graf freut sich vor allem auf die Tiroler und deren Platz mit unverbautem Zugspitz-Panorama. „Das ist schon eine tolle Kulisse“, sagt er.

Bad Wörishofen ist heiß auf die Titelverteidigung

Gespielt wird im Lochwettspiel gegeneinander, seit vergangenem Jahr in vier Einzeln und einem Vierer. „Das macht sehr viel Spaß. Fast alle Teams haben die Änderung im vergangenen Jahr gelobt“, erklärt Graf. Der Vierer wird heuer aufgewertet und zählt künftig 1,5 Punkte. Damit wolle man Golf noch mehr zum Mannschaftssport machen. Graf: „Gleichzeitig wird es noch weniger Spiele geben, die mit geteiltem Ergebnis zu Ende gehen.“

 

Als Titelverteidiger geht einmal mehr der Golfclub Bad Wörishofen ins Rennen. Die Unterallgäuer haben im vergangenen Jahr bereits zum sechsten Mal den Pott gewonnen. Und sind demnach freilich auf Titelverteidigung aus. Das wird in der 1. Liga allerdings kein Spaziergang. Denn das sportliche Niveau in der höchsten Klasse ist beachtlich. „Da steht der Leistungsgedanke schon im Vordergrund“, sagt Graf. Im Durchschnitt spielen die Erstliga-Golfer mit einem Handicap von 5 bis 7. In manchem Team sind sogar Plus-Handicapper aufgestellt. In der zweiten Liga sieht der Ligenleiter Teams, die auf eine gesunde Mischung aus Spaß und Erfolg setzen und durchschnittlich mit Spielern von Handicap 5 bis 13 bestückt sind. „In der dritten Liga steht für die neuen Vereine auch die Leistung im Vordergrund. Sie wollen natürlich aufsteigen. Für den Großteil der Mannschaften geht es aber in erster Linie um den Spaßfaktor und das Miteinander“, sagt Graf.

 

Neu: Live-Ranking im Internet

Dieser Spaßfaktor spielt für die Macher der Golfliga weiterhin eine wichtige Rolle. Das Programm rund um die Saison ist inzwischen darauf abgestimmt. Auch heuer gibt es wieder eine Art Trainingslager in Osttirol rund um Ostern, eine Woche später den Golfliga-Cup in Tegernbach, der im Zählspiel mit Mannschaftswertung ausgetragen wird. Eine weitere Neuerung ist das Live-Ranking, das es künftig online geben soll. „Man kann sofort nach dem Spiel das Endergebnis in eine Maske eingeben und hat dann gleich den aktuellen Tabellenstand“, erklärt Graf. Auch beim großen Finale gibt es heuer eine Premiere: Erstmals ist der Golfclub zu Gut Ludwigsberg bei Türkheim im Unterallgäu Austragungsort des Spieltags, der über Triumph oder Tränen, über Auf- oder Abstieg entscheidet.

Fotos: Peter Graf, Stephan Schöttl